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DTB / rd
25. April 2021

Mehrkampffinals der EM

Spannende Mehrkampffinals der Turn-EM in Basel: Elisabeth Seitz hat am Freitag einen starken fünften Rang beim Rennen um die EM-Medaillen belegt, Kim Bui wurde siebte.

Den Titel sicherte sich die Russin Viktoriia Listunova (56,731 Pkt.). Bei den Männern war Russland ebenfalls das Maß aller Dinge. Nikita Nagornyy überragte mit 88.032 Punkten. Die beiden DTB-Vertreter Lukas Dauser und Felix Remuta platzierten sich nach Fehlern auf den Rängen 17 und 22.

53,398 Punkte erzielte Elisabeth Seitz in ihrem Mehrkampf und verbesserte sich im Vergleich zur Qualifikation damit deutlich. Auch Teamkollegin Kim Bui konnte sich deutlich steigern im Vergleich zum Vorkampf. Gute 52.298 Zähler für die 32-Jährige, die damit nur zwei Ränge hinter ihrer Teamkameradin lag.

„Es war wirklich ein guter Wettkampf, ich bin sehr happy mit allem“, meinte Seitz, die zusammen mit Bui wie angekündigt erstmals im langen Turnanzug antrat. „Eli“ hatte vor allem durch ihr Paradegerät Stufenbarren mit 14,033 Punkten einen nahezu optimalen Auftakt in den Wettkampf. Am Balken kam sie ohne Absteiger auf gute 12,933 Punkte. Der Boden eröffnete der Stuttgarterin, die hier sehr sauber und sicher ihre Akrobatikbahnen absolvierte, dann mit 12,866 Punkten die Chance auf einen der vorderen Plätze des Klassements. Ein guter Yurchenko-Sprung zum Abschluss brachte 13,566 Punkte und damit eine nahezu optimale Ausbeute.

Auch Kim Bui turnte einen starken Mehrkampf hatte aber zu Beginn am Balken einige Wackler in ihrer Übung, die Punkte kosteten. „Ich weiß nicht was da los war, ob es Aufregung war oder sonst etwas. Alles in allem bin ich dem Wettkampf und meinem siebten Platz wirklich zufrieden“, sagte Bui. Diesmal machte der Stuttgarterin auch der Stufenbarren keinen Strich durch die Rechnung. 13,933 Zähler konnte sie sich hier sichern und mit einem guten Sprung und einer erneut gutem Bodenübung den Platz unter den Top Ten deutlich klarmachen.

Bei den Männern hatten Lukas Dauser und Felix Remuta später mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Beiden unterliefen an diesem Tag zu viele Fehler, als dass sie in dem starken Feld der besten europäischen Athleten sich nach vorne hätten turnen können. So blieb es bei den Plätzen 17 und 22 für Dauser (78.065 Pkt.) und Remuta (75.015 Pkt.). „Felix hat gut angefangen und dann nach dem Sturz am Reck etwas den Faden verloren. Das kann passieren beim ersten großen internationalen Finale“, ordnete Olympia-Coach Valeri Belenki ein und ergänzte: „Lukas hatte beim Sprung Probleme mit dem Anlauf und keinen so guten Wettkampf heute erwischt. Für ihn ist jetzt wichtig, sich auf Sonntag und das Barrenfinale zu konzentrieren“.