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Gerätturnen männlich
Sydnee Ingendorn / rd
08. November 2019

KTTO- Turner Donsbach beendet eine erfolgreiche Juniorenzeit

Beim alljährlichen Deutschland- Pokal, beim dem die nationalen Landesturnverbände ihre Deutschen Mannschaftsmeister suchen, war auch Michael Donsbach wieder für das Team NRW nominiert. Der 18- jährige Oberhausener, der im Sommer bei den Deutschen Jugendmeisterschaften nochmal Edelmetall an den Ringen gewinnen konnte, ging nach einer bisher starken Bundesligasaison mit guter Form in den Wettkampf in Schwäbisch- Gmünd.

Donsbach sollte seine gute Form bestätigen und turnte einen fehlerfreien Wettkampf. Dadurch konnte er seine Top-Ten Platzierung von den Einzelmeisterschaften bestätigen und wurde unter den 17- und 18- jährigen achter im Mehrkampf.
Auch an den Ringen sollte er wieder einmal seine Extraklasse bestätigen und wurde wieder Dritter. „Es gab meines Wissen nach selten einen Turner, der an einem Gerät über die gesamte Jugend so erfolgreich an einem Gerät war wie Michael.“ War Trainer Sydnee Ingendorn mehr als zufrieden mit dem Abschneiden.

v.l. Matthias Steinkamp (Kampfrichter und Bundesligaturner), Michael Donsbach, Trainer Sydnee Ingendorn; Foto privat

Und wie soll es nun für Donsbach weitergehen, der ab dem kommenden Jahr auch im Herrenbereich antreten muss und dann Gegner wie Toba, Ngyuen und Dauser vor sich hat? Erst einmal steht nun die restliche Bundesligasaison an, in der der junge Oberhausener eine wichtige, tragende Säule für das Team einnimmt. Mit dem Aufstiegswettkampf in eigener Halle, wird er die Saison mit einem weiteren Highlight in seiner Karriere beenden. Doch ein neues Ziel wird dann die Deutsche Meisterschaft 2020 in Oberhausen sein.

„Die Qualifikation für die Heim-DM zu schaffen wäre neben dem Aufstiegswettkampf ein riesiges Ding. Zwar wären hier die Erfolgschancen minimalistisch gering, aber die Chance in Oberhausen vor heimischem Publikum und auf einem Podium wie bei einer Weltmeisterschaft oder Olympia turnen zu können wäre ein großes Erlebnis für mich,“ so Donsbach zu seinen Zielen für das kommende Jahr.

Die sehr gute Leistung von Donsbach sollte jedoch nicht reichen, um die NRW-Mannschaft nach vorne zu bringen. Am Ende wurde ein achter Platz erreicht. Die anderen Verbände mit Bundesstützpunkten glänzen jeweils mit vier ausgeglichen und starken Turnern.

„Um in dieser Altersklasse eine Rolle spielen zu wollen, muss in NRW in Sachen Sportförderung viel passieren. Die Turner an Bundesstützpunkten sind zwar alle Schüler, aber leben in Strukturen wie Vollzeit- Profis. Aber selbst das würde im internationalen Vergleich nicht reichen,“ erklärt Ingendorn kurz, warum ein besseres Abschneiden als Mannschaft ein schwieriges Unterfangen darstellt.

Und trotz der guten Leistungen im gesamten Wettkampf wurde ersichtlich, dass der Weg für die Turner aus Bundesstützpunkten zur internationalen Spitze noch weit sein wird.

„Es ist ein wenig Augenwischerrei was dort betrieben wird. Klar, einige werden den Sprung in die Nationalmannschaft schaffen und haben Potenzial, aber aus diesem Pool muss sich eine Mannschaft formen, die eine Olympiaqualifikation sicherer absolvieren kann als zuletzt in Stuttgart. Da sehe ich uns im internationalen Vergleich hinterher turnen. Wir halten zum Beispiel zu lange an alten Strukturen wie den Pflichtübungen fest,“ gibt Sydnee Ingendorn ein ganz klares Statement ab.