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Richard Dohmen
28. Januar 2019

Connected führt zusammen, was zusammengehört

Erstmals gastierte das "Feuerwerk der Turnkunst" in Düsseldorf (26.01.2019) und Köln (27.01.2019) an zwei Standorten im Rheinland. Über 11.000 Zuschauer sahen an beiden Tagen mit "Connected" die 32. Auflage der erfolgreichsten Turnshow Europas. Nach der Eröffnung durch alle Turner, Artisten und Akrobaten begrüßte der neue RTB-Präsident Wilfried Braunsdorf die Zuschauer und gab damit den Start frei für eine großartige Show, die entsprechend ihrem Motto "Connected" alle Akteure und Zuschauer zusammenführte.

In Köln wartete am RTB-RTJ-Stand vor der Show auch noch ein besonderes Highlight auf die Zuschauer, denn Sarah Voss wartete mit einer Autogrammstunde auf ihre zahlreichen Fans. In Köln gab es die 34. Vorstellung der Tour, die zuvor bereits an 21 Spielorten in ganz Deutschland gastierte. Insgesamt sahen 225.000 turnbegeisterten Menschen eine Turnshow, die mit dem Ziel antrat, allen Akteuren und Zuschauern ein außergewöhnliches Gefühl der Zusammengehörigkeit und Verbundenheit zu vermitteln.

Von Beginn an dirigierte der "Moderator" Poppin´Greg Publikum und Künstler durch die Show, wobei er Komik und Tanz sehr gekonnt verband. Auf jeden Fall hatte er die Zuschauer gleich im Griff und zusammen mit dem NTB-Showteam gestaltete er die Umbaupausen derart, dass die gekonnt "abgelenkten" Zuschauer davon wenig mitbekamen. Dies ist eine der Stärken der Choreographie des Feuerwerks der Turnkunst, die mit den verbindenden Elementen eine Show aus einem Guss gestalten, obwohl die einzelnen Darbietungen vielfältiger kaum sein könnten.

Den Auftakt der Show gestalteten die Dacin´Midis vom TV Eitorf, die als regionale Gruppe antraten und die ihr Können im Rheinland schon bei vielen Auftritten gezeigt haben.

Für einen ersten Höhepunkt sorgte der Spanier Alexander Weibel Weibel mit seinen Multi-Schlappseil, in dessen Geflecht er sich akrobatisch und spektakulär bewegte, was bei den Zuschauern hörbar für den erste Begeisterung sorgte. Spätestens mit dem Handstand auf einem Seil und den schnellen Drehungen in den Seilen, hatte er alle überzeugt. So nebenbei spielte er auch noch Geige, was viele zu Anfang sicher für eine Playback-Einlage hielten.

Im Anschluss zeigten die fliegenden Polizeibeamten Daniel Schmidt und Tom Nowak synchrones Trampolinturnen auf zwei parallelen Großgeräten vom Feinsten und dazu noch perfekt in Szene gesetzt. Dazu gehörte auch, dass sie ihr Turnhemd auszogen und die weiblichen Fans in Entzücken versetzten. Rhönradturner Marcel Schawo beherrscht sein Gerät wie nur wenige neben ihm und die Dynamik und Dramaturgie seines Könnens machte klar, warum das Rhönrad in keiner Turnshow fehlt. Zusammen mit dem NTB-Showteam und der Turneinlage von Helge Liebrich am Seitpferd war das Turnen pur. Die unbändige Kraft und Ästhetik die in den Übungen steckt, sieht bei den beiden Klasseturnern so leicht und spielerisch aus, dass man nur Staunen kann.

Den zweiten Teil der Show eröffnete Professor Wacko aus Russland mit seiner Tampolin Comedy, die so gekonnt komisch auftrat, dass man hoffen konnte, dass er keine Blessuren davontrug, denn er schlug scheinbar mehrmals hart auf sein Gerät auf. Im Anschluss zelebrierte das Duo Ignatov / Ganzyuk Handstandakrobatik von Weltklasse. Ästhetik pur sorgte für einen Entspannungsmoment, bevor die Dancefloor Destruction Crew (DDC) mit Breakdance wieder Power in die Arena zauberte.

Der musikalische Kopf des Feuerwerks Ryk präsentierte seinen Song „You and I“ passenderweise zusammen mit Felice, die diesen Titel tänzerisch auf dem Flügel begleitete, bevor der zweite Auftritt von Circolombia mit der stimmgewaltigen Diana Montoya folgte. 

Nach dem zweiten Einsatz von DDC zeigte Helge Liebrich am Barren sein Können, direkt gefolgt von den atemberaubenden Leidy & Victor, die einen unglaublichen Balance-Act am „Perch_Ring“ vorführten. Victor balancierte dabei das ringförmige Metallgerüst, während seine Partnerin darin Turnübungen zeigte. Mit Sportakrobatik von Lidar, Yannay, Efraim und Daniel, einem weiteren Auftritt von DDC und dem Abschluss des Duo´s Turkeev an den Strapeten folgte noch das große Finale des Ensembles der Turnschow „Connected“.