Korfball

Männer und Frauen, Jungen und Mädchen spielen gleichberechtigt in einer Mannschaft, also können Partner und Partnerin, Freund und Freundin gemeinsam trainieren und spielen.
Korfball eignet sich als Ballspiel für Verein, Schule und Freizeit, sowohl in der Halle als auch im Freien. Korfball als gemeinsames Erlebnis: Mit der Mannschaft Siege feiern und Niederlagen einstecken, Freundschaften knüpfen und zusammen Spaß haben.
Internationale Turniere werden vom Hobby bis zum Leistungssport ausgetragen.

Anfangs wurde Korfball nur in Broekhuysens Schule gespielt. Doch die neue Sportart verbreitete sich schnell in die restlichen Niederlande und ins Nachbarland Belgien. Auf den Olympischen Spielen 1920 (Antwerpen, Belgien) und 1928 (Amsterdam, Niederlande) wurde Korfball vorgespielt. Weitere aktuelle Nachrichten und Termine auch unter www.korfball.de.

Die Spielregeln und Besonderheiten

Faires Zusammenspiel und Gleichberechtigung von Mann und Frau sind die wichtigsten Grundsätze des Korfball-Spiels. Die wesentlichen Unterschiede zu anderen Ballsportarten lassen sich aus den Grundregeln ersehen:

  • 4 Männer und 4 Frauen spielen gleichberechtigt in einem Team
  • Gleichgeschlechtliche spielen gegeneinander (Frauen gegen Frauen und Männer gegen Männer), wobei jeder einen direkten Gegenspieler hat.
  • Das Spielfeld ist in zwei gleich große Hälften (Angriff und Verteidigung) unterteilt. Um einen Korbtreffer zu erzielen, muss der Ball von oben durch den Korb geworfen werden.
  • Nach je 2 erzielten Körben wechseln die Spieler Angriffs- und Verteidigungsfeld.
  • Man darf nicht auf den Korb werfen, wenn man eng verteidigt wird.
  • Korfball ist ein Spiel ohne harten Körpereinsatz. Sperren, Rempeln und Festhalten des Gegners ist nicht gestattet.
  • Man darf dem Gegner den Ball nicht aus der Hand nehmen. Auch das Schießen des Balles ist nicht erlaubt.
  • Alleinspiel, wie das Laufen und Dribbeln mit dem Ball ist verboten.
  • Nur das geschickte Zusammenspiel innerhalb einer Mannschaft führt zum Korberfolg.

Diese Regelnverleihen dem Spiel seine Dynamik und bedingen die Notwendigkeit, sich durch ständiges Bewegen vom Gegenspieler zu lösen. Dies erfordert ein hohes Maß an Ball- und Bewegungstechnik sowie an Spielverständnis innerhalb eines Teams. Korfball ist nicht nur ein Wettkampfsport, sondern auch als Familien-, Freizeit- und Schulsport geeignet.

Die Geschichte des Korfballsports

Anfangs wurde Korfball nur in Broekhuysens Schule gespielt. Doch die neue Sportart verbreitete sich schnell in die restlichen Niederlande und ins Nachbarland Belgien. Auf den Olympischen Spielen 1920 (Antwerpen, Belgien) und 1928 (Amsterdam, Niederlande) wurde Korfball vorgespielt.

Ziel der IKF: Korfball verbreiten

Am 11.6.1933 gründeten holländische und belgische Vereine die "International Korfball Federation" (IKF). Die IKF hatte (und hat) es zum Ziel, Korfball weltweit zu verbreiten. Dazu unterstützt sie ihre Mitgliedsländer, indem sie ihnen zum Beispiel Körbe und Bälle kostenlos zur Verfügung stellt. Jedes Jahr reisen holländische Trainer und Schiedsrichter für die IKF in Länder überall auf der Welt, um die Korfballer dort zu schulen. Daneben greift die IKF vielen nationalen Korfballverbänden finanziell unter die Arme. 1998 waren bereits 34 Länder Mitglied der IKF.

Männer und Frauen spielen in einem Team

Doch Korfball hatte es in der ersten Hälfte des Jahrhunderts schwer. Zu fortschrittlich erschien die grundlegende Spielidee: Männer und Frauen spielen gleichberechtigt in einer Mannschaft. Aber die Zeiten haben sich geändert. Heute unterstützt Korfball den Trend zu größerer Gleichheit zwischen den Geschlechtern. Noch immer ist Korfball die einzige koedukative Sportart der Welt.

Gleichzeitig hat es sich rapide ausgedehnt, und ist von Amsterdam in alle fünf Kontinente vorgedrungen: Korfball kann man heute in Papua-Neuguinea ebenso wie in Singapur, in Finnland oder in Südafrika spielen.

Jedes Wochenende irgendwo ein Spiel

Knapp hundert Jahre nach dem in Broekhuysens Schule das erste Mal ein Korfballspiel stattfand, hat sich Korfball weltweit organisiert: Vereine spielen in Ligen um die Meisterschaft. Die nationalen Meister spielen in internationalen Wettbewerben wie dem Euro-Cup gegeneinander. Es gibt Europameisterschaften, Turniere auf anderen Kontinenten und natürlich Weltmeisterschaften. und an (fast) jedem Wochenende wird irgendwo auf der Welt Korfball gespielt: in einer Liga, an einer Uni oder in einem Freundschaftsspiel zwischen zwei Ländern.

Seit 1985 ist Korfball bei den World Games (Sportfest mit ca. 45 Sportarten) dabei. Seit 1978 gibt es Korfball-Weltmeisterschaften. 1991 war Taipei das erste nicht-europäische Land, das WM-Medallien (Bronze) gewann und vier Jahre später wurde die Weltmeisterschaft das erste Mal außerhalb von Europa, in Indien, ausgetragen.