Christian Friedrich Schloer
war von 1863 bis 1871 Turnwart im Gladbacher Turnverein 1848 e. V. und bis 1896 dessen Vorsitzender. Nach Albrecht Delius übernahm er 1871 den Vorsitz im Rheinisch-Westfälischen Turnverband und hatte diesen bis 1896 inne. Er überführte den Verband in den Turnkreis VIII (VIIIa Westfalen und VIIIb Rheinland). Ihm zu Ehren wurde 1896 die Schloer-Stiftung gegründet, die dazu diente, unbemittelten Kreisgenossen in Notfällen außergewöhnliche Hilfe zu gewähren.
Von Klaus Bauer

Karl Schröter
wurde in Leipzig geboren und kam 1874 als städtischer Turnlehrer nach Barmen, wo er ab 1896 als Oberturnlehrer tätig war. Er gründete 1876 eine Jugendabteilung mit dem Ziel, unbemittelten jungen Menschen unentgeltlich Turnunterricht zu erteilen. Auch eine Altherren- und Damenabteilung rief er ins Leben.

1880/1981 war er der erste Gauvertreter des neu gegründeten Turngaues, von 1892 bis 1900 fungierte er als Gauturnwart.

Im Turnkreis VIII wirkte Karl Schröter außerdem von 1880 bis 1899 als Kreisturnwart, danach für etliche Jahre als Kreisvertreter des neugebildeten Kreises VIIIb. Ihm zu Ehren wurde die Schloer-Stiftung in Schloer-Schröter-Stiftung umbenannt.
Von Klaus Bauer

SCHLOER-SCHRÖTER-HILFSWERK

VEREIN LEISTET FINANZIELLE UNTERSTÜTZUNG
Vermutlich wissen nur wenige Turnfreundinnen und Turnfreunde, mit welcher Absicht das Schloer-Schröter-Hilfswerk seinerzeit gegründet wurde. Gemäß § 4 der aktuell geltenden Satzung (beschlossen 1992, zuletzt geändert 2010) sind die Zwecke des Vereins die folgenden:

  • 4.1 Mitglieder der dem RTB angeschlossenen Vereine und Abteilungen, die durch turnerische Unfälle oder sonstige Ereignisse in eine Notlage geraten sind, zu unterstützen,
  • 4.2 verdienten, älteren Mitgliedern der dem RTB angeschlossenen Vereine und Abteilungen einen vergünstigten Erholungsurlaub in der Rheinischen Landesturnschule (LTS) in Bergisch Gladbach zu gewähren,
  • 4.3 Elternteilen von kinderreichen Familien, die im turnerischen Bereich aktiv sind, oder deren Kindern eine Unterstützung zum Erholungsurlaub in dem verbandseigenen Haus zu gewähren.”

So könnten etwa die Teilnahme an einer Seniorenfreizeit in der LTS oder an einem TurnCamp des RTB bezuschusst werden.

Einen Antrag auf entsprechende Unterstützung kann dabei keine Einzelperson stellen. Vielmehr muss die Antragstellung der jeweilige Verein, dem diese Person als Mitglied angehört, vornehmen. 

Voraussetzung ist allerdings, dass der Verein – über einen Turngau/-verband – dem RTB angeschlossen und dieser Turngau/-verband wiederum Mitglied im Schloer-Schröter-Hilfswerk ist. Schließlich muss der jeweilige Turngau/-verband zu dem Antrag auch eine Stellungnahme abgeben.

Zwar sieht die Satzung unter § 4 vor, dass Mitglieder des Vereins die Mitglieder des Vorstandes (des Schloer-Schröter-Hilfswerks), der RTB (vertreten durch die Mitglieder des Präsidiums) und die Turngaue/-verbände im RTB (vertreten durch ihre Vorsitzenden oder deren Vertreter) sind. Allerdings gehören dem Verein nicht (mehr) alle Turngaue/-verbände als Mitglied an.

Das Antragsformular steht auch hier auf der RTB-Homepage unter der Rubrik „Service”, Unterrubrik „Downloads” als PDF-Dokument zum Herunterladen zur Verfügung und kann zudem in der RTB-Geschäftsstelle (Tel.: 0 22 02/20 03-22, E-Mail: sekretariat(at)rtb.de) angefordert werden.

Selbstverständlich werden alle eingehenden Anträge diskret behandelt. Über die Anträge sowie über die Verteilung der zur Verfügung stehenden Mittel entscheidet verantwortlich der Vorstand des Schloer-Schröter-Hilfswerks.

Für evtl. auftretende Fragen zum Schloer-Schröter-Hilfswerk (Möglichkeiten Unterstützung zu erfahren, Antragstellung etc.) stehen die Vorsitzende des Vereins, Sabine Schütt-Schlarb (E-Mail: BiniSch(at)web.de), sowie die Geschäftsführerin des Schloer-Schröter-Hilfswerks, Lydia Glaß (Tel.: 02202/2003-22, E-Mail: sekretariat(at)rtb.de), als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung.
Von Dr. Claudia Pauli

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