Philipp Herder Foto: FIG/Minkus

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DTB / rd

 04.10.2017

Rubrik: Startseite, Gerätturnen männlich -

 

Herder und Nguyen im WM-Finale

Schwere Qualifikation zum WM-Auftakt erfolgreich gemeistert: Das Turn-Team von Andreas Hirsch kämpfte am Montag (02.10.17) in der ersten Subdivision in Montreal um die Finals, erst am Dienstag stand jedoch fest, dass mit Marcel Nguyen und Philipp Herder zwei Athleten den jeweiligen Endkampf erreicht haben.

Während Nguyen als Siebtplatzierter das Finale am Barren klar machte, schafft der Berliner Philipp Herder als 17. den Einzug in das Mehrkampffinale. Entsprechend erleichtert gab sich Cheftrainer Hirsch: "Wir haben zwei Finals erreicht. Ich bin froh, dass sich die Situation mit Marcel so gut aufgelöst hat. Es war nicht einfach für uns in der ersten Startgruppe, insofern sind wir zufrieden. Philipp hat in der Summe einen guten Mehrkampf gemacht. Es ist ein schöner Erfolg für ihr".  

Geplatzt ist dagegen der Traum vom Reckfinale für Andreas Bretschneider. Der Chemnitzer rutschte bei seinem Flugelement von der Stange und hatte somit keine Chance auf den Endkampf. „Das so etwas passiert, ist wirklich bitter. Das Reck war meine einzige Chance. Ich versuche es einfach weiter und werde es als Erfahrung mitnehmen. Mehr bleibt mir nicht. Im nächsten Jahr bin wieder da“, meinte „Breti“ enttäuscht.

Auch der einzige Mehrkämpfer Philipp Herder haderte unmittelbar nach dem Wettkampf zunächst mit sich: „Grundsätzlich war es ganz okay, aber es waren ein paar Fehler drin, die mich einfach ärgern. Vor allem der Abgang am Reck war Mist“, so Herder der in Summe auf 79,831 Punkte kam und um den Einzug in das 24er Finale zittern muss. Ein Schicksal, dass er mit Marcel Nguyen teilt. Der Münchner lieferte am Barren gute 14,933 (6,5) Punkte. Aufgrund der hohen Leistungsdichte zwischen den Holmen war aber lange ungewiss, ob der Einzug unter die besten Acht gelingt. „Bis auf ein paar Kleinigkeiten und Unsicherheiten bei den Griffen war es ganz okay. Jetzt bin ich echt erleichtert und freue mich auf mein erstes WM-Finale am Barren“, erklärte Nguyen.

Der WM-Auftakt für die Deutschen war am Boden mit Philipp Herder, der 13,766 Zähler erzielte und etwas Standprobleme hatte. Teamkollege Nils Dunkel erging es nicht besser, der Erfurter kam auf 12,266 Punkte. Andreas Toba turnte bei seinem internationalen Comeback am Pauschenpferd seine Übung sicher durch, hatte aber zu Beginn etwas Probleme bei der Schere in den Handstand und zwischendrin einen kleinen Hänger. 12,933 Punkte für den Niedersachsen, der sich trotzdem sehr versöhnlich gab. „Es war ein gutes Gefühl, wieder dabei zu sein. Ich weiß wieder wie es international läuft und werde arbeiten, um wieder weiter nach vorne zu kommen“, so Toba.

Unmittelbar auf Toba folgte Ivan Rittschik an den Pauschen, der seine schwere Übung mit einem Ausgangswert von 6,4 zeigte. Leider kassierte er ordentlich Abzüge, so dass lediglich 13,033 Punkte zu Buche standen und das mögliche Finale passé war. „Ich bin mit Fuß hängen geblieben, damit hat man keine Chance mehr. Es war meine erste WM, ich sammele hier Erfahrung und will es beim nächsten Mal besser machen“, sagte der Chemnitzer.

An den Ringen kam Toba auf 12,900 Punkte, Philipp Herder erzielte hier 13,200 Zähler. Eine starke Wertung erzielte Marcel Nguyen, der eine saubere Vorstellung ablieferte und mit 14,100 (5,9) Punkten belohnt wurde. Am Sprungtisch errang Herder mit seinem Roche gute 14,100 Punkte, Teamkollege Dunkel kam auf  13,033. Am Barren sammelte der Berliner Herder 13,866 Punkten, hatte dabei aber Probleme beim Handstand und dem Abgang. Teamkollege Ivan Rittschik kam auf 13,466 Zähler. Dann kam der Spannung erwartete Auftritt von Marcel Nguyen. Der Münchner zeigte eine gute und saubere Übung. Mit 14,933 (6,5) Punkten wahrte er seine Finalchance. 

Am Schlussgerät Reck zeigte der Mehrkämpfer Herder eine solide Übung, hatte aber beim Abgang Pech und stolperte nach seiner Doppelschraube, so dass er auf die Matte greifen musste. Nur 11,866 Punkte für den Berliner, der summiert auf 79,831 Punkte kam. Es folgte Ivan Rittschik, der 13,266 (5,7) sammelte und keine gröberen Fehler zu verzeichnen hatte. Dann folgte Andreas Bretschneider, der den Finaleinzug als großes Ziel hatte und mit einer schwierigen Übung ins Rennen ging. Nachdem der Chemnitzer seinen ersten Flieger, den Cassina, sicher hing, folgte mit dem Bretschneider-Flugteil das neuralgische Element. Leider bekam „Breti“ die Stange nicht komplett zu fassen und fiel vom Reck. Die Finalchance war auch für ihn dahin – 12,866 Punkte.

Zeitplan

Freitag 06.10. 

01:00-03:50 Uhr Männer Mehrkampffinale

Samstag 07.10.

00:50-03:00 Uhr Frauen Mehrkampffinale

19:00-22:30 Uhr Gerätfinals I (Boden Männer, Pauschenpferd, Ringe, Sprung Frauen, Stufenbarren)

Sonntag 08.10.

19:00-22:30 Uhr Gerätfinals II (Sprung Männer, Barren, Reck, Schwebebalken, Boden Frauen)

Alle Zeitangaben in MESZ

 

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