von rechts nach links: RTB-Präsident Holger Müller MdL, Kim Bui, Fabian Hambüchen, Markus Pähler (RTB-Geschäftsführer)

 08.06.2017

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Flatow-Medaille für Fabian Hambüchen und Kim Bui

RTB-Präsident Holger Müller MdL und RTB-Geschäftsführer Markus Pähler waren Teil der Ehrung der Athleten mit der Flatow-Medaille, die am Dienstag (06.06.2017) vor der Stadiongala stattfand. Im Anschluss an die Stadiongala trafen beide noch die Bundestrainerin Ulla Koch.

Im Alten Stadthaus erhielten drei besonders sportlich erfolgreiche und vorbildliche Athleten die Flatow-Medaille des Deutschen Turner-Bundes. Es waren dies die Turnerin Kim Bui, der Turner Fabian Hambüchen sowie der niederländische Turner Epke Zonderland. In feierlichem Ambiente begrüßten DTB-Präsident Dr. Alfons Hölzl und der Senator für Inneres und Sport Berlin, Andreas Geisel, die mehr als 150 Gäste. Die Festrede hielt der Bundesminister des Innern, Dr. Thomas de Maizière.

Die Flatow-Medaille, die erstmals 1987 in Berlin vergeben wurde, verleiht der DTB zur Mahnung an die Rolle der Turnbewegung im Nationalsozialismus bei ihren Turnfesten, jetzt bereits zum achten Mal. Dieser Ehrenpreis geht an durch sportliche Leistung und vorbildhafte Persönlichkeit sich auszeichnende Turner. Die Medaille stellt eine posthume Ehrung für die Berliner Turner Alfred und Gustav Felix Flatow dar, die als Juden 1933 gezwungen wurden, die Mitgliedschaft in ihren Vereinen aufzugeben und die im Konzentrationslager Theresienstadt eines gewaltsamen Todes starben.

Die Laudationes für die Preisträger hielt DTB-Vizepräsidentin Prof. Dr. Annette Hofmann und erläuterte die Bedingungen zur Vergabe der Flatow-Medaille. Sie betonte, alle drei hätten diese in besonderem Maße erfüllt. Sie hätten sich im Laufe ihrer erfolgreichen Sportkarriere zu Persönlichkeiten entwickelt, an denen sich nachkommende Generationen ein Beispiel nehmen könnten bzw. dies bereits tun.

„Wenn ich mich in meiner Laudatio für Fabian Hambüchen und Epke Zonderland an ihren sportlichen Erfolgen entlang hangeln müsste, verpassten wir die Stadiongala“, meine die Laudatorin amüsiert. Beide sind Olympiasieger am Reck: Epke 2012 in London, Fabian 2016 in Rio; beide wurden Weltmeister am Reck: Fabian 2007 in Stuttgart, Epke 2013 und 2014; beide wurden Europameister am Reck:  2005, 2006, 2007, Epke 2011 und 2014.

Kim Bui turne seit 13 Jahren auf konstantem Niveau in der Weltelite. Sie war und sei maßgeblich am Aufschwung des Frauenturnens im DTB beteiligt. Ihr größter Einzelerfolg war die Bronzemedaille am Stufenbarren bei der Heim-EM 2011 in Berlin. Wertvoll sei auch ihr turnerisches Können innerhalb des Turnteams Deutschland. Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio schaffte das Team den sechsten Platz in der Mannschaftswertung. Trotz zahlreicher Rückschläge kehrte sie stets zum Turnen zurück. Strahlend nahm die gebürtige Tübingerin die Glückwünsche und Auszeichnungen entgegen. Diese seien etwas Besonderes für sie. Sie zeigte sich gerührt und betonte, sie wolle ein fröhlicher und begeisterter Repräsentant des Turnens sein.

Mit Fabian Hambüchen habe das Männerturnen dank seiner Erfolge Auftrieb erhalten und sei salonfähig geworden. Die Medaille für den verhinderten Epke Zonderland nahm stellvertretend für ihn Hugo Holland, Schatzmeister des Niederländischen Turnverbandes entgegen. Der Preisträger Fabian Hambüchen berichtete launig über seine freundschaftliche Beziehung zu dem holländischen Sportfreund und die gemeinsamen Erlebnisse bei Wettkämpfen. “Wir hatten wunderschöne Jahre zusammen.“ Seine Freude über die Auszeichnung in der „schönen location“ war groß.







 

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